Die Pfarrei Außernzell

Patrozinium: Mariä Himmelfahrt 

 

Außernzell ist wahrscheinlich eine Gründung des Klosters Niederalteich (cella = Zelle, Kammer). Urkundlich wird der Name in einer Urkunde des Klosters Niederalteich im Jahre 1004 zum ersten Mal erwähnt. Die Abhängigkeit der Pfarrei (Patronatsrecht) blieb bis zur Säkularisation im Jahre 1803 bestehen. Um seinen Besitz zu sichern und die Abgaben der Untertanen einzutreiben (fast alle Höfe in der Umgebung waren zum Kloster grundbar) errichtete das Kloster Niederalteich in Zell (Außernzell) ein klösterliches Amt und bestellte einen Amtmann, der für die Abgaben und die niedere Gerichtsbarkeit verantwortlich war.

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Die jetzige Pfarrkirche in ihrem Langbau entstand im Jahre 1550 im spätgotischen Stil. In der Barockzeit (um 1733) erfuhr die Kirche eine vollständige innere Umgestaltung. 1762 wurde der heutige Turm erbaut, bei dieser Baumaßnahme scheint die Kirche noch verlängert worden zu sein.

Um 1870 wurde die Kirche wieder in ihren gotischen Zustand zurückversetzt, ein neuer gotischer Hochaltar und zwei Seitenaltäre aufgestellt.

Bei der Renovierung im Jahre 1963 wurden die gotischen Altäre wieder entfernt und durch einen Mittelaltar ersetzt.

Das heutige Aussehen verdankt die Kirche der letzten Umgestaltung unter Pfarrer Hans Starnecker in den Jahren 1972/73. Zwei fast quadratische Anbauten durchbrechen den Langbau und geben der Kirche im Grundriss nun eine Kreuzform. Im Zentrum steht der moderne Altar. Der Durchbruch wird getragen von vier Säulen mit kubisch ineinander verschachtelten Kapitellen, die mit den  ursprünglichen gotischen Elementen des Langbaus in einen Wettstreit treten, aber in einer gut durchdachten Raumaufteilung ihre Vollendung in Harmonie finden.

Bemerkenswert ist das gotische Sakramentshäuschen aus dem Jahre 1519.

 

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Seit dem Jahre 1992 wird die Pfarrei von Schöllnach aus seelsorglich betreut.

 

© Pfarrei Schöllnach-Außernzell-Riggerding
zusammengestellt von Herrn Willi Kropf † 2004